Heu-Mahd: Die Heumathen
Beleg
Standard-Flurname
Heu-Mahd
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1768
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Wittgenborn 1768.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Heu
Meist zu ahd. houwe, mhd. höuwe, houwe st. N. ‚Heu, Gras‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Heu
Meist zu ahd. houwe, mhd. höuwe, houwe st. N. ‚Heu, Gras‘. Die Namen verweisen auf Wiesen, die der Heugewinnung dienten, auf Wege, auf denen das Heu eingefahren wurde, z. T. auch auf Gebäude, in denen Heu gelagert wurde (Heuscheuer). Der Name Heumahd ‚(Ort der) Heuernte‘ erscheint in den zersprochenen Nebenformen Heumatte, Heimatt und Heumet. Einzelne Vorkommen scheinen zu Hau ‚abgeholztes/abzuholzendes Waldstück‘ zu stellen zu sein (Kirschhausen), mit hyperkorrektem reue für mündl. /ɑː/. In Bieber wird mit Heumache ein Ort benannt, an dem Heu ‚gemacht‘ wurde
Mahd
Zu ahd. mâda, mhd. mât st. N. ‚das Gemähte, das zu Mähende, Mahd‘, einer Ableitung vom Verb mæjen ‚mähen‘. Ebenfalls bezeugt ist die jüngere Kollektivbildung Gemahd (s. d.), die jedoch meist nur als GT von Komposita erscheint.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heu-Mahd: Die Heumathen (Wittgenborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/650669_die-heumathen> (aufgerufen am 04.11.2026)
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