Junker-Tafel: Jungkern tafel
Beleg
Standard-Flurname
Junker-Tafel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1755
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, G 31, A, Erbbestände, Nr. 132/2.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Junker
Zu mhd. junc-herre sw. M. ‚junger Herr, junger (noch nicht Ritter gewordener Adliger, Novize in einem Kloster‘. Seit dem 16. Jahrhundert die kontrahierte Form Junker. Die Namenüberlieferung setzt aber bereits im 15. Jahrhundert ein. In FlN tritt Junker im BT teils aus der Wortbedeutung abgeleitet auf, teils als Titel in Verbindung mit RufN (Junker Andreas, Hans), teils in Verbindung mit ortsansässigen Adelsfamilien (Riedesel, Schlaun, Weitershaus).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Junker
Zu mhd. junc-herre sw. M. ‚junger Herr, junger (noch nicht Ritter gewordener) Adliger, Novize in einem Kloster‘. Seit dem 16. Jh. überwiegt die kontrahierte Form Junker. Die Namenüberlieferung setzt aber bereits Ende des 15. Jh.s ein. In FlN tritt Junker im BT teils aus der Wortbedeutung abgeleitet auf, teils als Titel in Verbindung mit Namen. Als Femininum erscheint daneben Junkerin (Mümling-Grumbach). Die Belege erinnern an Flurstücke, die sich im Besitz meist ortsansässiger Adelsfamilien befanden.
Tafel
Zu ahd. tabel(l)a, mhd. tavel(e) sw. st. F. ‚Tafel, Brett, Tisch‘, fnhd. tafel ‚Tafel, Untiefe im Wasser, ein Ackermaß‘, einer Entlehnung aus rom. tavola, lat. tabula ‚Brett‘. Namengebend für das Flurstück aus Bensheim, das im Volksmund Tal Josaphat heißt, war möglicherweise eine Tafel mit einer bildlichen Darstellung des Jüngsten Gerichts
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Junker-Tafel: Jungkern tafel (Echzell)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/643030_jungkern-tafel> (aufgerufen am 20.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/643030