Rent-Meister-Gut: man nen:et der reynthe Meynstern gude
Beleg
Standard-Flurname
Rent-Meister-Gut
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1484
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Kellerei-Rechnungen, Marienborn, Fasz. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. Die Verbindung Gute Leute, auch Gutmann, bezeichnet euphemistisch Aussätzige und Leprakranke, die wegen der Ansteckungsgefahr in Siechenhäusern außerhalb der Ortschaften untergebracht waren.
Meister
Zu ahd. meistar ‚Meister, Lehrer, Herr‘, mhd. meister st. M. ‚Lehrer, Gelehrter, Dichter, Handwerksmeister, Gemeindevorstand, Gutsbesitzer‘, einer Entlehnung aus lat. magister ‚Meister, Vorstand, Anführer‘ oder zum dazugehörigen FamN. - Der FlN in Hattenrod ist amtlich zu Meister umgedeutet. Die historischen Belege und die mündliche Form zeigen, dass der Name eigentlich Münsterstück heißt und damit auf die relative Lage des Grundstücks Richtung Münster oder ein früheres Besitzverhältnis hinweist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. In Wald-Erlenbach liegt eher der FamN Gutschneider vor. Als GT bezieht sich Gut durchweg auf Besitz: mhd. guot st. N. ‚Gut, Vermögen, Besitz‘.
Meister
Zu ahd. meistar ‚Meister, Lehrer, Herr‘, mhd. meister st. M. ‚Lehrer, Gelehrter, Dichter, Handwerksmeister, Gemeindevorstand, Gutsbesitzer‘, einer Entlehnung aus lat. magister ‚Meister, Vorstand, Anführer‘ oder zum dazugehörigen FamN.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rent-Meister-Gut: man nen:et der reynthe Meynstern gude (Dudenrod)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/641100_man-nen-et-der-reynthe-meynstern-gude> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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