Nass-Sadel: In den Nasse Satteller
Beleg
Standard-Flurname
Nass-Sadel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1651
Quelle
Fürstliches Archiv Braunfels, 64.6; Kirchensachen III, 694.
Weitere Belege
- 1788: in den Nassen Sudeln [Acker]
Fürstliches Archiv Braunfels, 64.6; Kirchensachen III, 695., fol. 6
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch
Nass
Zum Adjektiv ahd. naz, mhd. naz ‚feucht, nass‘. Namengebend war nasses, morastiges Gelände.
Sadel
Die FlN haben unterschiedliche Bedeutungen. Zumeist gehen sie auf das veraltete Ackermaß mhd. sâtel, sâtele st. M.N. ‚Saatel, ein bestimmtes Ackermaß‘ zurück, das mundartlich lenisiert sadel lautet. Es kann auch ‚länglicher Ackerstreif‘ bedeuten (vgl. Lang-Sadel). Wenn nicht schon von vornherein die entsprechende Form namengebend gewesen ist, wurden manche der Namen später an Sattel, mhd. satel st. M., mhd. auch sadel, angelehnt. Der Beleg in Langgöns bi der sedelin geht vermutlich zurück auf mhd. sedel, sedile st. sw. M.N. ‚Sitz, Landwohnsitz‘.
Südhessisches Flurnamenbuch
Nass
Zum Adjektiv ahd. naz, mhd. naʒ ‚feucht, nass‘. Namengebend war nasses, morastiges Gelände.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nass-Sadel: In den Nasse Satteller (Dillheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/63950_in-den-nasse-satteller> (aufgerufen am 29.11.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
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