Rohrbach-Pfingst-Weide: an d: Rohrbacher pfingst weydt
Beleg
Standard-Flurname
Rohrbach-Pfingst-Weide
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1628
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Kulturwesen, Fasz. 79, Nr. 525.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfingst
Zu ahd. fimfchusti, mhd. phingeste st. F. ‚Pfingsten‘, einer Entlehnung aus griech. pentêkostê ‚fünfzigster (Tag nach Ostern)‘. Bis Pfingsten wurden die Weiden gehegt, dann an den Festtagen als Festplatz benutzt und anschließend zum Abweiden freigegeben.
Rohrbach
GewN, zu Rohr (s.d.)
Weide
Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfingst
Zu ahd. fimfchusti, mhd. phingeste st. F. ‚Pfingsten‘, einer Entlehnung aus griech. pent³kost³ ‚fünfzigster (Tag nach Ostern)‘. Bis Pfingsten wurden die Weiden gehegt, dann an den Festtagen als Festplatz benutzt und anschließend zum Abweiden freigegeben. Pfingstbrunnen verweisen auf die Vorstellung, dass an Pfingsten geschöpftes Wasser magische Kräfte besitze.
Rohrbach
Zu dem im Untersuchungsgebiet mehrfach vorkommenden GewN Rohrbach, davon rezent 1) rechts zur Modau (Nieder-Modau, Ober-Ramstadt), 2) rechts zur Gersprenz (Rohr(Odenwald), Unter-Ostern).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rohrbach-Pfingst-Weide: an d: Rohrbacher pfingst weydt (Aulendiebach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/628497_an-d-rohrbacher-pfingst-weydt> (aufgerufen am 12.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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