Nacht-Weide: die nacht weith genant
Beleg
Standard-Flurname
Nacht-Weide
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1705
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 86, Akten Nr. 24.
Weitere Belege
- 1797: an der Kleinen nacht weyd
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 86, Akten Nr. 202.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Nacht
Zu ahd. mhd. naht st. F. ‚Nacht, Abend‘. Nachtweiden sind nächtliche Schutz- und Weideplätze für das Vieh. - Die lange Nacht im Grenzbereich Launsbach/Wißmar ist in dieser Form vermutlich durch falsche Silbentrennung entstanden: *in der langen - acht (zu mhd. âhte st. F. ‚in der Allmende liegendes, der Gemeinnutzung entzogenes, oft umzäuntes Herrengrundstück‘).
Weide
Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Nacht
Zu ahd. mhd. naht st. F. ‚Nacht, Abend‘. Die Belege sind nicht alle sicher zu deuten. Nachtwiese, Nachtbruch und Nachtpferdhuth (zu mhd. naht-huote st. F. ‚Nachtwache‘) sind wie Nachtweide Bezeichnungen für nächtliche Schutz- und Weideplätze für das Vieh. In Nachtbrand (aus mhd. naht-brant st. M. ‚nächtliche Brandlegung‘) und Die gute Nacht, einem Stück Ackerland, verbergen sich vielleicht EreignisN
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nacht-Weide: die nacht weith genant (Wehrheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/623918_die-nacht-weith-genant> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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