Sauer-Seite: an der sauer seid
Beleg
Standard-Flurname
Sauer-Seite
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1774
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 3011, Nr. 1621 H.
Weitere Belege
- AN DER SAUERSEITE
- 1542: an der sauwr syt:
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. S 1195., fol. 7 - 1542: an der suwr syt:
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. S 1195., fol. 1'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sauer
Den Namen liegt das Adjektiv sauer, ahd. sûr ‚bitter‘, mhd. sûr ‚sauer, herb, scharf, bitter‘ zu Grunde. Sie verweisen in der Regel auf die geringe Bodenqualität; so sind Sauerwiesen meist Wiesen in feuchtem oder nassem Gelände, auf dem nur Sauergräser gedeihen. Der Name Sauerbrunnen im quellenreichen Trais-Horloff bezieht sich hingegen auf eine Quelle mit mineralhaltigem Wasser.
Seite
Der Name geht auf ahd. sîta, mhd. sîte, sît sw. st. F. ‚Seite, Fläche‘ zurück und bezeichnet in FlN Bergseiten oder auch Begrenzendes im Sinne von ‚an der Seite liegend‘.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Seite
Karte 87
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sauer-Seite: an der sauer seid (Burg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/62225_an-der-sauer-seid> (aufgerufen am 03.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/62225