Fall-Wiese: in denen fallwießen
Beleg
Standard-Flurname
Fall-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1713
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 333, Akten Nr. 1457.
Weitere Belege
- FALLWIESEN
- 1664: auß ihr fallwiesen
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 333, Akten Nr. 1433., fol. 50 - 1711: oben der fall wieß [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 333, Akten Nr. 1793. - 1711: obig der fall wieß [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 333, Akten Nr. 1793. - 1711: die fallwieß genandt
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 333, Akten Nr. 1793. - 1711: Die unterste fall wieß genandt
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 333, Akten Nr. 1793. - 1713: die undterste fallwies genant
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 333, Akten Nr. 1436., pag. 49
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fall
Zu mhd. valletor, valtor, valter st.N. ‚Falltor, von selbst zufallendes Gatter, Zauntor‘. Namengebend war die Mechanik der Torkonstruktion. Die Tore standen meist an den Eingängen der mit einem Zaun oder einer Hecke umfriedeten Dörfer. Weiter dienten sie als verschließbarer Durchlass in der Umzäunung einer Weide oder eines anderen ausgesonderten Flurstücks. Als GT in Wasserfall, Erdfall ist an ahd. fal(l), mhd. val st. M. ‚Fall‘ i.S. von ‚fallen, steil abfallen‘ anzuschließen.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fall
Es sind verschiedene Deutungen möglich. Vermutlich ist an ahd. fal(l), mhd. val st. M. ‚Fall‘ anzuschließen. Dies kann in FlN auf einen steil abfallenden Hang oder einen Erdfall hinweisen. Ein anderer etymologischer Anschluss ergibt sich, wenn von ahd. falo ‚gelb‘, mhd. val ‚bleich, fahl‘ auszugehen ist. Dann wäre die Färbung namengebendes Motiv. Der Beleg aus Klein-Bieberau wird wegen des Genus zu nhd. Falle gehören.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fall-Wiese: in denen fallwießen (Schmitten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/620558_in-denen-fallwiessen> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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