Schatz-Wiese: in der schotz wis

Historischer Beleg aus Niederlauken  
Gemeinde
Weilrod
Landkreis
Hochtaunuskreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schatz-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1711

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 135, Akten Nr. IX, 83a.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schatz

Vermutlich war hier kein Schatz, zu ahd. scaz, mhd. schaz, schatz st. M., namengebend, sondern ein Träger des FamNs Schatz. Möglich ist höchstens, dass eine besonders ertragreiche Wiese metaphorisch so benannt worden ist.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schatz

Vermutlich war hier kein Schatz, zu ahd. scaz, mhd. schaz, schatz st. M., namengebend, sondern ein Träger des FamN Schatz. Denkbar ist höchstens, dass eine besonders ertragreiche Wiese metaphorisch so benannt worden ist.

Schätz

Die Namen gehen wohl durchweg auf Varianten des FamN Schatz, Schätz zurück.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schatz-Wiese: in der schotz wis (Niederlauken)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/615521_in-der-schotz-wis> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/615521