Kocher-Fels: am Kacher felß

Historischer Beleg aus Falkenstein  
Landkreis
Hochtaunuskreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Kocher-Fels

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1527

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Fels

Sowohl in Launsbach wie in Gießen/Wieseck handelt es sich um ein Gewässer. Deshalb liegt beiden wohl ein GewN zum Stamm westgerm *felu-, *felwo- ‚Sumpfwald‘ oder germ. *fal- (mit -s-Suffix) zu Grunde. In Launsbach bezieht sich der GewN ursprünglich entweder auf den Winkelbach (s.d.) und ist dann FlN geworden oder auf einen als Graben erhaltenen Zufluss links > Gleibach > Lahn.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Fels

Meist zu ahd. felis, mhd. velse st. sw. M. ‚Gebirge, Stein‘. Namengebend waren dann felsige Böden. So sind Felsenkeller zumeist unterirdische Vorratskammern. Der Beleg aus Alsbach gehört allerdings wohl eher zu einem FamN1. Auch Die Felsenwiese in Ober-Klingen ist vielleicht aus einem PN umgedeutet worden2. Dagegen führen die historischen Belege aus Trebur auf mhd. velwe sw. st. F. sw. M. ‚Weide, Weidenbaum‘ zurück.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kocher-Fels: am Kacher felß (Falkenstein)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/607296_am-kacher-felss> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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