Würz-Garten: bey dem wurtz gart:
Beleg
Standard-Flurname
Würz-Garten
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1707/1708
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 135, Akten Nr. VIII b 1.
Weitere Belege
- 1696: ufm Wurtz Gartten [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 135, Akten Nr. VIII b 1., fol. 19 - 1734: auf dem wirths garthen [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 135, Akten Nr. IX, 22.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Garten
Zu ahd. gart, garto, mhd. garte sw. M. ‚Garten‘. Dazu gehören die Diminutive Gärtchen, Gärtches. Gärten sind in der Regel eingezäunte Flächen, meist in Ortsnähe.
Würz
Zu ahd. wurz st. F. ‚Pflanze, Kraut‘. Schon früh belegt ist die Zusammensetzung mhd. wurzgarten, wurzegarten sw. M. ‚Garten, in dem Kräuter gezogen werden‘. Der Umlaut in Würzgarten ist vermutlich durch die Pluralform eingedrungen. Die Würzwiese hingegen findet sich mhd. noch nicht. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Wiese, auf der aromatische Pflanzen wachsen, sofern keine hyperkorrekte Wiedergabe des FamN Wirt vorliegt. Der historische Name in Salzböden ist wohl eine Klammerform aus *Würz(bach)brunnen (vgl. Würzbach).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Garten
Zu ahd. gart, garto, mhd. garte sw. M. ‚Garten‘. Dazu gehören die Diminutive Gärtchen und Gärtlein. Gärten sind eingezäunte Flächen, meist in Ortsnähe.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Würz-Garten: bey dem wurtz gart: (Altweilnau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/603705_bey-dem-wurtz-gart> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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