Raupen-Wiese: in der Raupen wieß
Beleg
Standard-Flurname
Raupen-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1718
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 135, Akten Nr. IX, 22.
Weitere Belege
- 1696: in der Rauben Wieß [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 135, Akten Nr. VIII b 1., fol. 23'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Raupen
Die Lage der Flur in der Nähe der Wetter und die mündliche Form machen wahrscheinlich, dass der Name sich auf ‚Ruppenfang‘ bezog, d.h. das Fischen von Aalraupen, ahd. ruppa, mhd. rûpe F., nhd. Raup, Ruppe. Amtlich wurde der Name, unverstanden, umgedeutet.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Raupen-Wiese: in der Raupen wieß (Altweilnau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/603586_in-der-raupen-wiess> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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