Lehne-Grund: im lehnen grundt
Beleg
Standard-Flurname
Lehne-Grund
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1654
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 73/1.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Lehne
Wohl meist zu ahd. lena, lina, mhd. lene st. F. ‚Lehne‘, nhd. Lehne ‚Lehne; sanft geneigter Abhang eines Berges oder Hügels‘. Zum Teil kann es sich aber um Namenformen handeln, die zu Lehen, Lehn ‚geliehenes Gut‘ (s.d.) gehören.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Lehne
Wohl meist zu ahd. lena, lina, hlina, mhd. lene st. F. ‚Lehne‘, nhd. Lehne ‚Lehne; sanft geneigter Abhang eines Berges oder Hügels‘. Die Namen verweisen auf Flurstücke in leicht ansteigendem oder abfallendem Gelände. Zum Teil kann es sich aber auch um Namenformen handeln, die zu Lehen, Lehn ‚geliehenes Gut‘ (s. d.) gehören.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lehne-Grund: im lehnen grundt (Nieder-Liebersbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/596335_im-lehnen-grundt> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/596335