Stockhausen-Grenze: an der Stockhauser Grenze

Historischer Beleg aus Bissenberg  
Gemeinde
Leun
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Stockhausen-Grenze

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1835

Quelle

Fürstliches Archiv Braunfels, VII, 15.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grenze

Zu mhd. greniz(e) st. F. ‚Grenze‘, einer Entlehnung des 13. Jahrhunderts aus poln. russ. granica und tschech. hranice ‚Grenzstein, Grenze‘. Die meist erst neuzeitliche Benennung erfolgt nach der Lage an den Gemarkungs- oder Ortsgrenzen. Dem Beleg von ca. 1550 aus Langgöns kann deshalb (und wegen der Flexion) auch der FamN Krenz zu Grunde liegen.

Stockhausen

Zu dem OrtsN Stockhausen und Stockhäuser Hof; zu Stock (s. d.): ‚(Siedlung) bei den Häusern mit Baumstümpfen, Wurzelstöcken‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grenze

Zu mhd. greniz(e) st. F. ‚Grenze‘, einer Entlehnung des 13. Jh.s aus poln. russ. granica und tschech. hranice ‚Grenzstein, Grenze‘. Die meist erst neuzeitliche Benennung erfolgt nach der Lage an den Gemarkungs- oder Ortsgrenzen. Nur die ältesten Belege in Mosbach (1329) sowie Kleestadt und Langstadt (1495) enthalten vielleicht noch die ältere Bedeutung ‚Gebiet, Feld, Land‘, die greniz(e) als Synonym zu Mark zunächst angenommen hatte. Gränzig (Heubach) liegt am Ortsrand.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Stockhausen-Grenze: an der Stockhauser Grenze (Bissenberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/59350_an-der-stockhauser-grenze> (aufgerufen am 03.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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