Mohr-Wiese: die mohrswieße oder ehemalige füllen

Historischer Beleg aus Bissenberg  
Gemeinde
Leun
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Mohr-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1716/1753

Quelle

Fürstliches Archiv Braunfels, A.5.5.; I 513.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Mohr

In der Regel wohl zum FamN Mohr; aber Vermengung mit Moor (s.d.) ist möglich.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Mohr

Zum PN Mohr, wohl auch in Ober-Klingen1. In Lengfeld zum Namen Hans Mohr.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Mohr-Wiese: die mohrswieße oder ehemalige füllen (Bissenberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/59312_die-mohrswiesse-oder-ehemalige-fuellen> (aufgerufen am 03.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/59312