Mönch-Sadel: auf der Munchsadel
Beleg
Standard-Flurname
Mönch-Sadel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1782
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 163, Nr. 474.
Weitere Belege
- 1782: auf dem Munchsadtel
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 163, Nr. 474., pag. 5
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mönch
Zu ahd. munih, mhd. münech, münch st. M. ‚Mönch‘, einer Entlehnung aus lat. monicus. Viele Belege zeigen die Entrundung des Stammvokals von /y/ > /i/. Die Namen beziehen sich auf Besitz oder Nutzungsrechte von Klöstern. In Einzelfällen kann auch der FamN oder das im Raum begüterte Geschlecht der Mönch, Münch namengebend sein: Sicher ist das nur bei den unter Mönchs (s.d.) aufgeführten Namen.
Sadel
Die FlN haben unterschiedliche Bedeutungen. Zumeist gehen sie auf das veraltete Ackermaß mhd. sâtel, sâtele st. M.N. ‚Saatel, ein bestimmtes Ackermaß‘ zurück, das mundartlich lenisiert sadel lautet. Es kann auch ‚länglicher Ackerstreif‘ bedeuten (vgl. Lang-Sadel). Wenn nicht schon von vornherein die entsprechende Form namengebend gewesen ist, wurden manche der Namen später an Sattel, mhd. satel st. M., mhd. auch sadel, angelehnt. Der Beleg in Langgöns bi der sedelin geht vermutlich zurück auf mhd. sedel, sedile st. sw. M.N. ‚Sitz, Landwohnsitz‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mönch
Zu ahd. munih, mhd. münech, münch st. M. ‚Mönch‘, einer Entlehnung aus lat. monicus. Viele Belege zeigen die Entrundung des Stammvokals von /y/ > /i/.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mönch-Sadel: auf der Munchsadel (Biskirchen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/58910_auf-der-munchsadel> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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