Nessel-Grund: Jm Neßelsgrundt
Beleg
Standard-Flurname
Nessel-Grund
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1603/1613
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. C 315.
Weitere Belege
- 1606: im Neßelungs grunt [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. H 798., fol. 20' - 1759: in dem Nesselgrund [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 178., fol. 8 - 1782: im Neßeln grund [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 178., fol. 68
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Nessel
Zu ahd. nezzila, mhd. neʒʒel st. F. ‚Nessel‘. Die Pflanzenbezeichnung umfasst die Taubnessel (Lamium), die Brennessel (Urtica dioica) und andere Nesselarten. Im Sprachgebrauch werden die Arten meist nicht unterschieden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nessel-Grund: Jm Neßelsgrundt (Bicken)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/58376_jm-nesselsgrundt> (aufgerufen am 01.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/58376