Pfütze: auf der Pfutz

Historischer Beleg aus Bermoll  
Gemeinde
Aßlar
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Pfütze

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1791

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/4, Nr. 5.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfütze

Zu ahd. pfuzza, phuz(z)i ‚Brunnen, Grube‘, mhd. phütze st. sw. F. ‚Lache, Pfütze‘, vermutlich einer Entlehnung aus lat. puteus ‚(abgestochener) Brunnen‘. Benannt werden damit kleine Wasserlachen, Sümpfe oder nasse Stellen im Acker.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfütze

Zu ahd. pfuzza, phuz(z)i ‚Brunnen, Grube‘, mhd. phütze st. sw. F. ‚Lache, Pfütze‘, vermutlich einer Entlehnung aus lat. puteus ‚(abgestochener) Brunnen‘. Die Belege schließen sich an die in Südhessen geläufigen Bedeutungen ‚kleine Wasserlache, kleiner Sumpf, kleiner Teich, nasse Stelle des Ackers‘ an. Pfütz-/Pfitzgrund werden Täler mit feuchtem Boden genannt. Die Pfitz-Formen zeigen mundartliche Entrundung von /y/. Umdeutungen aus Bitze (s. d.) sind gelegentlich nicht auszuschließen.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Pfütze

Karte 110

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Pfütze: auf der Pfutz (Bermoll)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/58083_auf-der-pfutz> (aufgerufen am 16.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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