Ziege-Grabe: IN ZIEGENGRABEN [en de zickgraewe]
Weitere Belege
- Ende 18. Jahrhundert: am Ziegengraben [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 160, Akten Nr. 1036., fol. 45
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ziege
Zu ahd. ziga, mhd. zige sw. F. ‚Ziege‘. Es konkurrieren Formen mit Senkung von /i/ > /e/ und Formen mit Dehnung von mhd. /i/. Die Verteilung zwischen Geiß und Ziege hält sich in Mittelhessen in etwa die Waage. Die Namen beziehen sich meist auf Aufenthaltsorte für Ziegen, manchmal werden Tierteile metaphorisch als FormN verwendet (Horn, Schwanz, Kopf). - In Krofdorf/Rodheim a.d. Bieber erfolgte Umdeutung zu See.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grabe
Vermutlich zum FamN Grabe.
Ziege
Zu ahd. ziga, mhd. zige sw. F. ‚Ziege‘. Es konkurrieren Formen mit Senkung von /i/ > /e/ und Formen mit Dehnung von mhd. /i/. Die geringe Zahl der historischen Belege zeigt, dass sich das Wort gegenüber dem in Südhessen vorherrschenden Geiß nicht hat durchsetzen können.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Ziege
Karte 46
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ziege-Grabe: IN ZIEGENGRABEN (Kubach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/578226_in-ziegengraben> (aufgerufen am 20.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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