Blume-Schein: gnant im Blummenschein

Historischer Beleg aus Mitlechtern  
Gemeinde
Rimbach
Landkreis
Bergstraße
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Blume-Schein

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1568

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 69/2.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Blume

Zu ahd. bluoma ‚Blume, Blüte‘, mhd. bluome sw. M. F. ‚Blume, Blüte; Nutzen, Ertrag eines Landgutes (bes. an Heu und Gras)‘. Der Name kann auf Flurstücke verweisen, auf denen Blumen gepflanzt wurden. Der Blumenstein wird die Grenze eines Wiesenbezirks bezeichnet haben: Die Gewann ist Grenzflur.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Blume

Teils ursprünglich, teils umgedeutet zu ahd. bluoma ‚Blume, Blüte‘, mhd. bluome sw. M. F. ‚Blume, Blüte; Nutzen, Ertrag eines Landgutes (bes. an Heu und Gras)‘. Der Name kann auf Flurstücke verweisen, auf denen Blumen gepflanzt wurden. In Ober-Modau liegt wohl mhd. pflûme sw. F. ‚Flaumfeder‘ zu Grunde, da mhd. phlûme sw. F. ‚Pflaume‘ in Südhessen ungebräuchlich ist (dafür Braume, s. d.). Dann wäre der weiche Boden namengebendes Motiv.

Schein

Für die Namen ist kein klares, konkretes Benennungsmotiv erkennbar: Denkbar ist, dass der Widerschein der Fläche zum Namen geführt hat, zu mhd. schîne st. M. ‚Schein, Glanz‘.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Blume-Schein: gnant im Blummenschein (Mitlechtern)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/576199_gnant-im-blummenschein> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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