Pfarrer-Weide: oiff Parriß wyden

Historischer Beleg aus Heringen  
Gemeinde
Hünfelden
Landkreis
Limburg-Weilburg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Pfarrer-Weide

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1543

Quelle

Struck, W. H.: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn. Band 3 und 4. KARTEIKARTE FEHLT!!!

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfarrer

Zu ahd. pharrâri, mhd. pharrære st. M. ‚Pfarrer‘, einer Nomen-agentis-Bildung zu ahd. phara. Dazu tritt in historischen und mündlichen Belegen die dialektale Variante Perner. Die Namen beziehen sich auf Besitz und Nutzungsrechte des Pfarrers.

Weide

Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfarrer

Zu ahd. pharrâri, mhd. pharrære st. M. ‚Pfarrer‘, einer Nomen-agentis-Bildung zu ahd. pharra. Daneben steht das Kompositum Pfarrherr in Gräfenhausen, Klein-Umstadt, Messel, Nieder-Beerbach und Rembrücken, zu mhd. pharre-hërre sw. M. Dazu als moviertes Femininum Pfarrerin ‚Ehefrau des evangelischen Geistlichen‘ (Babenhausen). Die Belege verweisen auf Landbesitz eines Pfarrers. Vereinzelt erscheinen umgelautete Formen und einmal (Michelstadt) die in Südhessen seltene mitteldt. Nebenform Pherner.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Pfarrer-Weide: oiff Parriß wyden (Heringen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/575324_oiff-parriss-wyden> (aufgerufen am 07.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/575324