Korn-Aspe: In den korn aspenn
Beleg
Standard-Flurname
Korn-Aspe
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1534/1535
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 22, Akten Nr. 207.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Aspe
Zu ahd.aspa, mhd. aspe F. ‚Espe, Zitterpappel (Populus tremula)‘. Zwischen Aspe, Espe und Asch, Esche ‚Esche (Fraxinus excelsior)‘ wird in den Mundarten nicht immer unterschieden.
Korn
Zu ahd. korn ‚Korn, Samen‘, mhd. korn st.N. ‚Fruchtkorn, Getreidekorn, Kern der Beere‘. In Hessen ist mit Korn meistens der Roggen gemeint. - Kornmaß ist das ‚Maß fürs Kornmessen, das amtlich vorgeschriebene Maß‘, scheint aber auch als Flächen- oder Längenmaß gegolten zu haben.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Aspe
Zu ahd. aspa, mhd. aspe F. ‚Espe, Zitterpappel (Populus tremula)‘. Zwischen Aspe, Espe und Asch, Esche ‚Esche (Fraxinus excelsior)‘ wird in den Mundarten nicht immer unterschieden. Der Umlaut in nhd. Espe wird auf den Einfluss des Adjektivs mhd. espîn zurückgeführt. Mit Kollektivsuffix -ach, -acher tritt dazu Espier (Schaafheim).
Korn
Zu ahd. korn ‚Korn, Samen‘, mhd. korn st. N. ‚Fruchtkorn, Getreidekorn, Kern der Beere‘. In Südhessen gelten heute allgemein ‚Getreide‘ und speziell ‚Roggen‘. Der Name der Rheinaue Kornsand (Geinsheim, Trebur) ist von daher aber nicht schlüssig zu deuten; vielleicht zu mhd. hor ‚Schmutz‘
Körn
Zum FamN Körn.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Korn-Aspe: In den korn aspenn (Heringen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/575240_in-den-korn-aspenn> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/575240