Specht-Zunge: hinder der Spech Zung
Beleg
Standard-Flurname
Specht-Zunge
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1690
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 327.
Weitere Belege
- Specht-Zunge
- 1690: auf der spech Zung [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 327., pag. 90 - 1798: auf der Spechtzung [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 121., fol. 7
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Specht
In den vorliegenden Fällen gehen die Namen aufgrund der Endung /-isch/ auf den häufigen FamN Specht zurück, der im Raum früh bezeugt ist.
Zunge
Zu ahd. zunga, zûna, zunge, mhd. zunge sw. st. F. ‚Zunge, bes. als Werkzeug der Sprache‘; in FlN FormN.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Specht
Die Namen gehen in der Regel auf das Vorkommen des Spechtes zurück: ahd. speht, speh, mhd. speht st. M.; in (nicht überprüfbaren) Einzelfällen vielleicht auch auf den häufigen FamN Specht. Die Belege ohne Reibelaut zeigen den Einfluss des mhd. Wandels /xs/ /s/, sofern keine Umdeutung aus Spiegel (s. d.) vorliegt, wie vielleicht in Altheim. Der Beleg von 1430 ist entsprechend als ‚Spechts-Wald‘ zu deuten. An ihm, der sich auf den Spessartskopf bei Gras-Ellenbach bezieht, knüpft die Diskussion an, ob der Spehtsharte des Nibelungenlieds (Strophe 967) hier zu suchen ist.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Zunge
Karte 68
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Specht-Zunge: hinder der Spech Zung (Hasselbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/574593_hinder-der-spech-zung> (aufgerufen am 08.05.2026)
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