Nass-Sadel: in den Nassen Sadelnn
Beleg
Standard-Flurname
Nass-Sadel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1690
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 327.
Weitere Belege
- 1690: paG24a in den Nassen Sadeln
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 327., pag. 24a in
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Nass
Zum Adjektiv ahd. naz, mhd. naz ‚feucht, nass‘. Namengebend war nasses, morastiges Gelände.
Sadel
Die FlN haben unterschiedliche Bedeutungen. Zumeist gehen sie auf das veraltete Ackermaß mhd. sâtel, sâtele st. M.N. ‚Saatel, ein bestimmtes Ackermaß‘ zurück, das mundartlich lenisiert sadel lautet. Es kann auch ‚länglicher Ackerstreif‘ bedeuten (vgl. Lang-Sadel). Wenn nicht schon von vornherein die entsprechende Form namengebend gewesen ist, wurden manche der Namen später an Sattel, mhd. satel st. M., mhd. auch sadel, angelehnt. Der Beleg in Langgöns bi der sedelin geht vermutlich zurück auf mhd. sedel, sedile st. sw. M.N. ‚Sitz, Landwohnsitz‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Nass
Zum Adjektiv ahd. naz, mhd. naʒ ‚feucht, nass‘. Namengebend war nasses, morastiges Gelände.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nass-Sadel: in den Nassen Sadelnn (Hasselbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/574544_in-den-nassen-sadelnn> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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