Bartel-Seife: im Bartel Seifen
Beleg
Standard-Flurname
Bartel-Seife
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1798
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 121.
Weitere Belege
- 1690: hinder bartelseifen [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 327., pag. 35 - 1690: paGwi im bartelßeifen
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 327., pag.wi im - 1798: Vor dem Bartel Saifen [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 121., fol. 7
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Seife
Die Namen gehören als Substantivbildung von mhd. sîfen st. V. ‚tröpfeln, triefen‘ zu mhd. sîfe sw. M. ‚Bächlein, von einem Bächlein durchzogene Bergschlucht‘; in FlN im Flachland auch im Sinne von ‚feuchte Stelle‘. In Mittelhessen schwankt das Genus zwischen mask. und fem., während die Namen in Südhessen nur fem. Genus aufweisen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Seife
Die Namen gehören als Substantivbildung von mhd. sîfen st. V. ‚tröpfeln, triefen‘ zu mhd. sîfe sw. M. ‚Bächlein, von einem Bächlein durchzogene Bergschlucht‘; in FlN im Flachland auch im Sinne von ‚feuchte Stelle‘. In Südhessen weisen die Namen durchweg fem. Genus auf; in Nlieb liegt Diminutiv vor. Die auch im Pfälzischen vorkommenden Seifds-Namen gehen wohl auf mhd. *sîfezen zurück, vgl. lothringisch-elsässisch sifzen ‚durchsickern, tröpfeln, feucht sein‘, das als Intensivbildung mit dem Suffix -ezzen, -izzen ebenfalls zu mhd. sîfen st. V. gehört. Amtlich wurde der FlN an seufzen angeschlossen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Seife
Karte 120
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bartel-Seife: im Bartel Seifen (Hasselbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/574322_im-bartel-seifen> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/574322