Zech-Haus: Zech-Haus [zechhaus]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Haus
Zu ahd. mhd. hûs st.N. ‚Haus, Gebäude‘. Die Namen beziehen sich auf Flurstücke am Dorfrand oder unmittelbar bei bestimmten Häusern.
Zech
Trotz des ältesten Belegs von 1338 sind die Namen nicht zu Ziege (s.d.) zustellen, vor allem weil eine so frühe und konstante <ch>-Schreibung für diese Sprachform nicht zu erwarten ist. Jung bringt den FlN an der Grenze von Allendorf und Lützellinden zu Recht mit mhd. zeche, zech st. sw. F. ‚Verrichtung, die in einer bestimmten Folge unter mehreren umgeht‘ in Verbindung. Der Name deutet dann auf eine Art Wechselwirtschaft hin (vgl. Wechsel, Wandel). - In Cleeberg hingegen beziehen sich die Namen (nach Jäger) auf ein Zechenhaus, das zur dortigen Erzgrube gehörte, und die umliegenden Wiesen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Haus
Zu ahd. mhd. hûs st. N. ‚Haus, Gebäude‘. Die Namen beziehen sich auf Flurstücke am Dorfrand oder unmittelbar bei bestimmten Häusern. Bei den Pluralformen stehen sich ältere Bildungen auf -en ohne Umlaut (Hausen) und neuere auf -er mit Umlaut (Häuser) gegenüber. Die Namen aus Büttelborn, Egelsbach(?), Griesheim und Ober-Ramstadt stellen sich zu ahd. hûsstat ‚räumliche Ausdehnung des Hauses‘; als FlN bedeutet Hausstatt ‚Stelle, wo ein Haus steht, stand oder stehen soll‘. Vermischung des Diminutivs Häusel mit dem entsprechenden FamN kommt öfter vor.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Zech-Haus: Zech-Haus (Ellar)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/566756_zech-haus> (aufgerufen am 10.07.2026)
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