Übel-Lehen: untig übels lehn
Beleg
Standard-Flurname
Übel-Lehen
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1788
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Ellar Nr. 5.
Weitere Belege
- UEBELSLEH
- 1788: Hinter übels Lehn [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Ellar Nr. 5., pag. 36 - 1788: auf übels lehn
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Ellar Nr. 7., pag. 221
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Lehen
Wohl meist zu ahd. lêhan, lên, mhd. lêhen, lên st.N. ‚geliehenes Gut, Lehen‘. Die Namen verweisen auf von den Grundherren vergebene Güter und somit auf frühere Besitz- und Rechtsverhältnisse. Eine Vermengung mit Leh(n), einer Nebenform von Loh (s.d.) ist nicht ausgeschlossen. Auch die Trennung von Lehne ‚Abhang‘ (s.d.) ist nicht sicher.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Lehen
Wohl meist zu ahd. lêhan, lên, mhd. lêhen, lên st. N. ‚geliehenes Gut, Lehen‘. Die Namen verweisen auf von den Grundherren vergebene Güter und somit auf frühere Besitz- und Rechtsverhältnisse. Einige Namen können aus Leh ‚kleiner Hügel‘ entstanden sein (Erbach); auch gegen Lehne ‚Bergabhang‘ und, vereinzelt, Loh ‚Gehölz, Gerbrinde‘ (Dreieichenhain) lassen sich viele Namen nicht eindeutig abgrenzen.
Übel
Zu ahd. ubil ‚übel, böse, schlecht, sündhaft‘, mhd. übel ‚übel, böse‘. Dem FlN wird in Verbindung mit -see wohl die Bedeutung ‚übelriechend‘ zu Grunde liegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Übel-Lehen: untig übels lehn (Ellar)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/566704_untig-uebels-lehn> (aufgerufen am 08.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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