Wasser-Gang: stoyßent inne den waßergangk
Beleg
Standard-Flurname
Wasser-Gang
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1466
Quelle
Struck, W. H.: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn. Band 3 und 4. KARTEIKARTE FEHLT!!!
Weitere Belege
- Wasser-Gang
- 1364: an de: wazz: gange
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 22, Akten Nr. 206., fol. 18' - 1494: an dem wasßer gangk
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 22, Akten Nr. 207., fol. 8 - 1534/1535: In den waßerganck
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 22, Akten Nr. 207., fol. 15 - 1534/1535: oben dem wasser ganck
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 22, Akten Nr. 207., fol. 15'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gang
Zu ahd. gang, mhd. ganc st. M., meist in der Bedeutung ‚Gang, Weg‘ wie im Neuhochdeutschen.
Wasser
Zu ahd. wazzar, mhd. wazzer st.N. ‚Wasser (als Element), Gewässer, Fluss‘. Benannt werden Gewässer und feuchte Flurstücke, aber auch Einrichtungen zur Regulierung und Gewinnung von Wasser. Hierzu gehört in unserem Verbreitungsgebiet nur das heute nicht mehr gebräuchliche Wasserhaus (mündlicher Beleg aus Röthges), das eine gemauerte Wasserkammer bezeichnet, sowie die Wasserstube. Bei den meisten Komposita handelt es sich um durchsichtige Bildungen wie Wasserloch, -wiese und -graben. Wasserfall (mit wechselndem Genus) kann auf natürliche Wasserfälle, aber auch auf künstlich angelegte Wasserfallen als kleine Staufstufen mit einer beweglichen Schleuse verweisen. Mitunter verbietet das Gelände eine solche Erklärung wie in Großen-Linden (Schulte), so dass hier an Umdeutung (etwa aus *Wasserfang) zu denken ist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gang
Zu ahd. gang , mhd. ganc st. M., meist in der Bedeutung ‚Gang, Weg‘ wie im Neuhochdeutschen.
Wasser
Zu ahd. wazzar, mhd. waʒʒer st. N. ‚Wasser (als Element), Gewässer, Fluss‘. Benannt werden Gewässer und feuchte Flurstücke, aber auch Einrichtungen zur Regulierung und Gewinnung von Wasser. Hierzu gehören Wasserwerk, -wehr, -turm, -rad oder das heute nicht mehr gebräuchliche Wasserhaus, das eine gemauerte Wasserkammer bezeichnet. Während Wasser als Simplex überhaupt nur ein einziges Mal auftritt (etwas häufiger sind nur die Diminutivbildungen auf -chen und -lein), gliedert sich der Namenbestand insgesamt in eine Fülle von über 40 verschiedenen Komposita mit Wasser- im BT. Am häufigsten erscheinen durchsichtige Bildungen wie Wasserloch, -wiese und -graben. Wassergefäll kann auf natürliche Wasserfälle, aber auch auf künstlich angelegte Wasserfallen als kleine Staustufen mit einer beweglichen Schleuse verweisen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wasser-Gang: stoyßent inne den waßergangk (Ahlbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/557952_stoyssent-inne-den-wassergangk> (aufgerufen am 10.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/557952