Harte-Wiese: vff die hartten wiesen
Beleg
Standard-Flurname
Harte-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1576
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 93/1.
Weitere Belege
- 1576: die hardt Wießen [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 93/1., fol. 45'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Harte
Nur hier belegter unterscheidender Zusatz für die Lumda (s.d.). Zu Grunde liegt das Adj. hart, ahd. mhd. hart in der dialektal-hessischen Gebrauchsbedeutung ‚heftig, sehr; gewaltig, heftig‘. Der Name bezieht sich deshalb auf einen besonders kräftig fließenden Gewässerabschnitt.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Harte-Wiese: vff die hartten wiesen (Obertshausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/550850_vff-die-hartten-wiesen> (aufgerufen am 11.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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