Wog-Weg-Pfad: AM WOOGSWEGPFAD [m woogswegpaad]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt, hier aber kaum dokumentiert wird. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Wog m. f.
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Wog, ahd. wâg st.m. ‚Wasser, Flut, See‘ (Schützeichel 219), mhd. wâc st.m.‚ wâge sw.m. st.f. (Lexer 3, 623) bezeichnet ‚bewegtes Wasser, Teich, Stauwasser‘ (DWB 27 [XIII], 331) und gehört etymologisch zu (sich) bewegen (Weigand/Hirt 2, 1280; Kluge/Mitzka 866). Die Sprachform /vo:g/ ist mitteldt. und durch Senkung des /a:/ > /o:/ nach /v/ entstanden (Kluge/Mitzka ebd.). Wog ist in der Regel mask. und wird in den älteren hessischen Wörterbüchern auch stets so angegeben (Vilmar 434; Crecelius 920; KehreinWb 448). Da einschlägige hessische FlN aber nicht selten fem. Genus aufweisen, muß davon ausgegangen werden, daß eine wohl aus dem sw.m. ins Fem. übergegangene, seit dem 16. Jh. im Oberdt. belegte Nebenform die wog auch im hessischen Sprachraum verbreitet war (DWB 27 [XIII], 332, das für den Mittelrhein nur mask. annimmt; vgl. Dittmaier 329).
Im 19. Jh. ist das Wort „im Absterben begriffen, indes, wenn auch nur selten gebraucht, noch überall verstanden“, und bedeutet auch hier ,Stromlauf, Flut, gestautes Wasser‘ (Vilmar ebd.), ‚Wirbel im Rhein‘ (KehreinWb ebd.), meist aber einen Teich, „häufig für die künstlich angelegten Fischweiher der frühen Landgrafenzeit (vgl. Woog in Darmstadt und in Arheilgen)“ (Knöpp 16).
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Von der Waage, die gelegentlich in FlN auftritt, ist Wog meist durch den Kombinationstyp leicht zu trennen (nicht durch das Genus: s.o.), vom Wagen (im BT von FlN) wegen der anzusetzenden schwach deklinierten Variante nicht immer mit Sicherheit. Aufgenommen wurde deshalb nur Wagenbach.
Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 109
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wog-Weg-Pfad: AM WOOGSWEGPFAD (Egelsbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/541548_am-woogswegpfad> (aufgerufen am 03.11.2026)
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