Welsch-Kübel: Im Welschkübel
Beleg
Standard-Flurname
Welsch-Kübel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1626
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 331, Akten Nr. VIII b, 293.
Weitere Belege
- IM WELSKUEBEL
- 16. Jahrhundert: Im welczkubell
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 331, Akten Nr. VIII b, 292., fol. 52 - 1648: in der weeßkübel [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 331, Akten Nr. VIII b, 512a., fol. 18' - 1648: Im Welßkübel oder Sämen Feldt gena
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 331, Akten Nr. VIII b, 512a., fol. 16' - 18. Jahrhundert: auf den Welschkubel
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Diedenbergen Nr. 1., pag. 933 - 1706: im Welschkübel
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 331, Akten Nr. VIII b, 293., fol. 131
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Welsch
Zu ahd. walasg, walahisc, walisc ‚romanisch, lateinisch‘, mhd. walhisch, welhisch, walsch, welsch ‚romanisch, welsch‘. In der hess. Mundart auch einfach i. S. von ‚von fremder Herkunft‘. Die Welsch-Namen erinnern z.B. an Aufenthalt und Durchzug Fremder. Am wahrscheinlichsten aber ist die Benennung nach Besitzern fremder Herkunft oder als Träger eines daraus entstandenen FamNs.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kübel
Teils zum FamN Kübel - so in Groß-Umstadt -, teils wohl zum Appellativ ahd. kubilo, mhd. kübel st. M. ‚Trinkgefäß‘. Dann liegt ein FormN vor.
Welsch
Zu ahd. walasg, walahisc, walisc ‚romanisch, lateinisch‘, mhd. walhisch, welhisch, walsch, welsch ‚romanisch, welsch‘. In den Belegen ist die umgelautete Variante Welsch- zusammengestellt. Die Benennungsmotive der einzelnen Belege sind aber meist nicht eindeutig festzustellen. Die Welsch-Namen sind oft jünger als die Wahl-Namen (s. d.) und erinnern z. B. an Aufenthalt und Durchzug südeuropäischer Truppen. Aber der sogenannte Wilschgrund in Forstel liegt in der Nachbarschaft des römischen Gutshofs der Hasselburg (s. d.). Beim Welschen Hahn, einem Waldstück in Meßbach, handelt es sich um eine Umdeutung aus Welscher Hain.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Welsch-Kübel: Im Welschkübel (Diedenbergen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/510012_im-welschkuebel> (aufgerufen am 04.06.2026)
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