Schnepfe-Flügel: SCHNEPFENFLUEGEL [schneppeflil]
Weitere Belege
- 18. Jahrhundert: am Schnepfen=Flügel
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Diedenbergen Nr. 1., pag. 825
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Flügel
Zu mhd. vlügel st. M. ‚Flügel‘. Benennungsmotiv ist die Form des Grundstücks oder die in Hessen belegte Bedeutung ‚großer, breiter Acker‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Flügel
Zu mhd. vlügel st. M. ‚Flüssel‘ stellt sich in Südhessen Flügel auch in der Bedeutung ‚großer, breiter Acker‘. Daneben steht das Appellativ jägersprachlich für die von einem Ende des Waldes zum anderen gehauenen Wege.
Schnepfe
Die Flurstücke sind nach dem Vorkommen von Schnepfen, südhess. /ʃnɛbə/ benannt, ahd. snepf, snepfa, snepfo, mhd. snepfe sw. M.; in Darmstadt geht der FlN auf die lang gestreckte Form des Grundstücks zurück, die einem Schnepfenschwanz ähnelt. Verschiedene Vorkommen (Annelsbach, Beerfelden, Bensheim, Hummetroth, Pfirschbach) können auch den PN Schnepf(o) als Namengeber haben.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schnepfe-Flügel: SCHNEPFENFLUEGEL (Diedenbergen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/509897_schnepfenfluegel> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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