Faule-Tränke: Jn der faul Tränck
Beleg
Standard-Flurname
Faule-Tränke
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1790
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Watzelhain Nr. 1.
Weitere Belege
- IN DER FAUL TRAENK
- 1787: Jn der Fauls Trenck genant [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Watzelhain Nr. 4., pag. 285 - 1790: Jn der Faul Trenck [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Watzelhain Nr. 1., fol. 3'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Tränke
Teils zu ahd. trenka, mhd. trenke st. F. ‚Tränke‘, teils zu ahd. mhd. trenken sw.V. ‚zu trinken geben, tränken‘. Die Simplizia des Typs Bei der Tränk gehören zum Substantiv, den Komposita wie Tränksee, Tränkwiese liegt häufiger das Verb zu Grunde. Die Belege beziehen sich auf öffentliche Brunnen und seichte Stellen in Wasserläufen, an denen das Vieh getränkt wurde. Tränkgasse heißt ein Weg dorthin.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Tränke
Teils zu ahd. trenka, mhd. trenke st. F. ‚Tränke‘, teils zu ahd. mhd. trenken sw. V. ‚zu trinken geben, tränken‘. Die Simplizia des Typs An der Tränk gehören zum Substantiv, den Komposita wie Tränkbach, Tränkwiese liegt häufiger das Verb zu Grunde. Die Belege beziehen sich zumeist auf öffentliche Brunnen und seichte Stellen in Flussläufen, an denen das Vieh getränkt wurde. Tränkgasse und Tränkschneise heißen die Wege dorthin. Als Tränksteine werden steinerne Brunnentröge bezeichnet. Tränkkandel (Rehbach) bezieht sich auf eine Zuleitung zu einer Tränke. Die Namen mit dem BT Tränk- und Trink- sind, wie die Belegreihe aus Babenhausen zeigt, nicht immer deutlich zu trennen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Faule-Tränke: Jn der faul Tränck (Watzelhain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/499040_jn-der-faul-traenck> (aufgerufen am 06.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/499040