Etter-Wiese: Die Aetter Wiesen genant

Historischer Beleg aus Watzelhain  
Gemeinde
Heidenrod
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Etter-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1787

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Watzelhain Nr. 4.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Etter

Zu ahd. etar ‚Querstange des Zauns‘, mhd. eter st. sw. M.N. ‚geflochtener Zaun, Umzäunung‘. - Auch die Ederstraße in Gießen ist danach benannt (Wilhelmi).

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Etter

Zu ahd. etar ‚Querstange des Zauns‘, mhd. eter st. sw. M. N. ‚geflochtener Zaun, Umzäunung‘. Wegen des Flexions-s ist unklar, ob der Beleg aus Bischofsheim hierher gehört oder ob der BT auf einen PN Ether o. ä. zurückzuführen ist.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Etter-Wiese: Die Aetter Wiesen genant (Watzelhain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/499038_die-aetter-wiesen-genant> (aufgerufen am 06.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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