Under: auff der unter
Beleg
Standard-Flurname
Under
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1719
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 14, Akten Nr. 671 II.
Weitere Belege
- 1741: Auf der Vnter [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Strinz-Margarethä Nr. 1., pag. 67 - 1780: Hinter der Unner [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 14, Akten Nr. 846., pag. 6
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Under
Die hier aufgeführten Namen gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit zu ahd. untarn ‚Mittag‘, mhd. undern, untern st. M. ‚Mittag, Mittagessen‘, einer Ableitung von der Präposition ahd. untar in der Bedeutung ‚zwischen‘. Gemeint ist also eigentlich die Zwischenzeit zwischen Morgen und Abend. Von der Vorstellung der Mittagsruhe ausgehend, werden in FlN Rastplätze des Weideviehs und die Ruhestätten der Hirten und Schäfer benannt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Under
Zu ahd. untarn ‚Mittag‘, mhd. undern, untern st. M. ‚Mittag, Mittagessen‘, einer Ableitung von der Präposition ahd. untar in der Bedeutung ‚zwischen‘. Gemeint ist also eigentlich die Zwischenzeit zwischen Morgen und Abend. Von der Vorstellung der Mittagsruhe ausgehend, werden in FlN Rastplätze des Weideviehs und die Ruhestätten der Hirten und Schäfer benannt. Die Belege in Astheim, Bensheim und Dietzenbach zeigen Gutturalisierung von /nd/ > /ŋ/, in Lorsch und Gumpersberg Assimilation von /nd/ > /n/.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Under
Karte 43
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Under: auff der unter (Strinz-Margarethä)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/497652_auff-der-unter> (aufgerufen am 15.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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