Scheel-Grabe: Ahm Schehl Graben
Beleg
Standard-Flurname
Scheel-Grabe
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1741
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Strinz-Margarethä Nr. 1.
Weitere Belege
- AM SCHEELGRABEN
- 1741: Obig dem Schel graben [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Strinz-Margarethä Nr. 1., pag. 89
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Scheel
Zu ahd. skelah, skêlc, mhd. schel, schelch Adj. ‚schief, krumm‘ ; nach der Wuchsform.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grabe
Vermutlich zum FamN Grabe.
Scheel
Die Namen sind unterschiedlicher Herkunft. Während in Pfungstadt (wegen des Flexions-s) und in Sprendlingen ein BesitzerN Scheel, Schehl vorliegt, ist bei anderen Vorkommen an das Adjektiv scheel, ahd. skelah, skêlc, mhd. schel, schelwe bzw. schelch ‚scheel, schielend, quer, schief, krumm‘ anzuknüpfen, das sich in FlN auf entsprechende Objekte bezieht, in Groß-Umstadt als Name für eine einseitig bebaute Gasse. Das für die Deutung ebenfalls in Frage kommende Nomen mhd. schele, schel sw. M. ‚Zuchthengst‘ scheint nicht namengebend zu sein, auch nicht in Neckarsteinach, wo die Betonung in der mündlichen Form die Verbindung Adjektiv t Substantiv wahrscheinlich macht.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Scheel-Grabe: Ahm Schehl Graben (Strinz-Margarethä)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/497625_ahm-schehl-graben> (aufgerufen am 16.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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