Hohl-Weg: Im holweg
Beleg
Standard-Flurname
Hohl-Weg
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1699
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 102, Akten Nr. 491.
Weitere Belege
- HOHLWEG
- 1481: vff dem Holewege
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 108, Urkunden Nr. 1279. - 1501: vff dem Holewege
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 22, Urkunden Nr. 1819. - 1552: vff dem holwege
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 73, Akten Nr. III 46 II., fol. 48' - 1582: ahm holweg
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 108, Urkunden Nr. 1330. - 1609: am holl weg
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 73, Akten Nr. III 46 II., fol. 79 - 1651: alias hohlweg
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 108, Urkunden Nr. 1332. - 1672: im hollweg
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 22, Akten Nr. 708. - 1699: Hohl Weg
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 102, Akten Nr. 491. - 1777: Reuters garten oder Hohlweeg
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 73, Akten Nr. III 83., fol. 35
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hohl
Zu ahd. mhd. hol ‚hohl, ausgehöhlt‘ und dem davon abgeleiteten Substantiv nhd. Hohl F. ‚Höhle, Vertiefung‘. Als FlN bezieht sich Hohl auf eingetiefte Stellen im Gelände: Bodensenken und Gruben, kleine Schluchten und vor allem Hohlwege. Während die Mehrzahl der zusammengesetzten Namen auf Fluren in der Nachbarschaft einer Hohl verweisen (Hohlfeld im Sinne von ‚Feld bei der Hohl‘), deuten Namen wie Hohleiche auf einzelne ausgehöhlte Bäume. - Da hierfür früh auch holde Eiche belegt ist (Grünberg, Niederkleen) ist eine Umdeutung nicht auszuschließen; dann wohl zu mhd. holde sw. M. F. ‚Geist, Genius‘ mit mythologischem Bezug zu einzelnen Eichen.
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hohl
Zu ahd. mhd. hol ‚hohl, ausgehöhlt‘ und dem davon abgeleiteten Substantiv nhd. Hohl F. ‚Höhle, Vertiefung‘. Als FlN bezieht sich Hohl auf eingetiefte Stellen im Gelände: Bodensenken und Gruben, kleine Schluchten und vor allem Hohlwege. Während die Mehrzahl der zusammengesetzten Namen auf Fluren in der Nachbarschaft einer Hohl verweisen (Hohlfeld im Sinne von Feld bei der Hohl), deuten Namen wie Hohle Buche und Hohler Baum auf einzelne ausgehöhlte Bäume.
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt, hier aber kaum dokumentiert wird. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hohl-Weg: Im holweg (Rüdesheim am Rhein)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/495103_im-holweg> (aufgerufen am 21.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/495103