Löwig-Sang: vff dem lewiger sang

Historischer Beleg aus Niedergladbach  
Gemeinde
Schlangenbad
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
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Beleg

Standard-Flurname

Löwig-Sang

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1699

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 102, Akten Nr. 483.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Säng

Als Wort handelt es sich bei Sang, Seng u.ä. um eine Substantivbildung zum Verb sengen, ahd. bisengen, mhd. sengen sw.V. ‚knistern machen, sengen, brennen‘. Die FlN beziehen sich deshalb auf durch Brandrodung gewonnenes bzw. erhaltenes Kulturland. Das Wort ist auch im Hess. nur in FlN erhalten.

Sang

Als BT gehört Sang in FlN zum Verb sengen und ist bei Säng aufgeführt. - Als GT kommt Sang nur in der Verbindung mit Vogel(ge)sang vor und bezieht sich auf das Singen, den (Ge)Sang der Vögel, mhd. sanc st. N. M. ‚Gesang‘; mitunter vielleicht Ergebnis einer Umdeutung (s. Vogel).

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Löwig

In Asbach liegt die dialektale Form von Lohbach vor (s. d.); der Beleg aus Offenthal ist mangels historischer Belege nicht zu deuten.

Sang

Als Wort handelt es sich bei Sang, Seng u. ä. um eine Substantivbildung zum Verb sengen, ahd. bisengen, mhd. sengen sw. V. ‚knistern machen, sengen, brennen‘. Die FlN beziehen sich deshalb auf durch Brandrodung gewonnenes bzw. erhaltenes Kulturland. Das Wort ist auch im Hessischen nur in FlN erhalten, sodass die Namen vereinzelt an Sänger, häufig an Zange angepasst wurden, wie eine Reihe mündlicher Belege zeigt.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Löwig-Sang: vff dem lewiger sang (Niedergladbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/489023_vff-dem-lewiger-sang> (aufgerufen am 07.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/489023