Kehre: Kehre [ɒn der kehr]
Weitere Belege
- 1699: ahn der Kehr [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 102, Akten Nr. 483.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kehre
Zu ahd. kêra F., kêr st. M. ‚Wendung, Beugung, Krümmung‘, mhd. kêr, kêre st. F. In den Namen spiegelt sich die Bedeutungsentwicklung. Sie zeigt eine Übertragung von der Bewegung auf den Ort selbst, wo diese Beugung bzw. Krümmung stattfindet. Dies gilt für die Bezeichnung von Wegen und Wendestellen an den Wegen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kehre
Zu ahd. kêra F., kêr st. M. ‚Wendung, Beugung, Krümmung‘, mhd. kêr, kêre st. F., kêr st. M. ‚Richtung, Wendung‘. Vereinzelt (Crumstadt, Hammelbach, Lampertheim) hat sich das alte Maskulinum erhalten, das heute nur noch im Kompositum Verkehr zu finden ist. In den Namen spiegelt sich die Bedeutungsentwicklung. Sie zeigt eine Übertragung von der Bewegung auf den Ort selbst, wo diese Beugung bzw. Krümmung stattfindet. Dies gilt für die Bezeichnung von Wegen und Wendestellen an den Wegen, aber wohl auch für die Lage von Grenzfurchen oder Pflugwendestellen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kehre: Kehre (Niedergladbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/488987_kehre> (aufgerufen am 07.07.2026)
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