Grob-Hans-Haag: GROBHANSEHAAG [grobhansehag]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Haag
Zu ahd. hag, hac ‚Wall, Umzäunung, eingefriedetes Land‘, mhd. hac st. M.N. ‚Dorngesträuch, Gebüsch; Einfriedung eines Ortes; umfriedeter Wald‘, frühnhd. hag ‚Hecke, Gebüsch‘. Die Namen beziehen sich auf Hecken und eingehegte Flurstücke, mitunter auch auf die Dorfumwehrung wie in Wieseck (Knauß).
Häns
Zum FamN Hens u.ä.
Hans
BesitzerN zum PN Hans, Kurzform von Johannes. - Der FlN in Vetzberg kann -nach der mündlichen Form- im BT auch aus Hund (s.d.) umgedeutet sein.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grob
Wohl als Eigenschaftsbezeichnung zu ahd. grob, gerob, mhd. grop ‚an Masse groß, dick und stark, reichlich‘ oder wie nhd. grob. In Worfelden deutet die mündliche Form auf eine Umdeutung hin.
Haag
Zu ahd. hag, hac ‚Wall, Umzäunung, eingefriedetes Land‘, mhd. hac st. M. N. ‚Dorngesträuch, Gebüsch; Einfriedgung eines Ortes; umfriedeter Wald‘, fnhd. hag ‚Hecke, Gebüsch‘. Die Namen beziehen sich auf Hecken und eingehegte Flurstücke. Der Auslaut /g/ wird verschiedentlich zu /'/ spirantisiert, einige Male auch zu /k/ verhärtet, der Vokal manchmal zu /oː/ gehoben. Überschneidungen mit Hauk, Hege und Hoch sind deshalb leicht möglich.
Hans
BesitzerN zum PN Hans, Kurzform von Johannes, mit der Nebenform Hannes und den Verkleinerungsformen Hansel und Hänsel. In Waschenbach kann auch der (ebenfalls aus Johannes abgeleitete) FamN Hanz vorliegen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Haag
Karte 72
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Grob-Hans-Haag: GROBHANSEHAAG (Niedergladbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/488922_grobhansehaag> (aufgerufen am 07.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/488922