Kehre: vff der Keer

Historischer Beleg aus Michelbach  
Gemeinde
Aarbergen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Kehre

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1590

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 133, Akten Michelbach Nr. 91.

Weitere Belege

  • 1782: Auf der Kehr [Acker]
    Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 133, Akten Michelbach Nr. 601-5.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kehre

Zu ahd. kêra F., kêr st. M. ‚Wendung, Beugung, Krümmung‘, mhd. kêr, kêre st. F. In den Namen spiegelt sich die Bedeutungsentwicklung. Sie zeigt eine Übertragung von der Bewegung auf den Ort selbst, wo diese Beugung bzw. Krümmung stattfindet. Dies gilt für die Bezeichnung von Wegen und Wendestellen an den Wegen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kehre

Zu ahd. kêra F., kêr st. M. ‚Wendung, Beugung, Krümmung‘, mhd. kêr, kêre st. F., kêr st. M. ‚Richtung, Wendung‘. Vereinzelt (Crumstadt, Hammelbach, Lampertheim) hat sich das alte Maskulinum erhalten, das heute nur noch im Kompositum Verkehr zu finden ist. In den Namen spiegelt sich die Bedeutungsentwicklung. Sie zeigt eine Übertragung von der Bewegung auf den Ort selbst, wo diese Beugung bzw. Krümmung stattfindet. Dies gilt für die Bezeichnung von Wegen und Wendestellen an den Wegen, aber wohl auch für die Lage von Grenzfurchen oder Pflugwendestellen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kehre: vff der Keer (Michelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/487421_vff-der-keer> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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