Schoß: Jm Schoß
Beleg
Standard-Flurname
Schoß
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
18. Jahrhundert
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Laufenselden Nr. 2a.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schoß
Zu mhd. schoz st.N. ‚junger Trieb, Schössling‘, d.h. ‚Garten, in dem Schösslinge gezogen werden‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schoss
Ein Schossriegel, mhd. schoʒrigel st. M., ist ein (kleiner) Pfosten, der offenbar (wie das Schutzbrett, s. Schutz) zum raschen Fallverschluss einer Schließe (s. d.) diente. - Ob Schoßberg und Schossert (wohl *schoß-hart oder südhess. Schossert ‚junger Trieb, Schößling‘, auch ‚Kohlpflanze ohne Herz‘) zu mhd. schoʒ st. N. ‚junger Trieb, Schössling‘ oder zu mhd. schoʒ st. M. ‚Geldabgabe, Steuer‘ zu stellen sind, ist hingegen nicht entscheidbar.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schoß: Jm Schoß (Laufenselden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/484409_jm-schoss> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/484409