Schnegel-Hecke: fur der schnels heck
Beleg
Standard-Flurname
Schnegel-Hecke
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1554
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 303, Akten Nr. 370.
Weitere Belege
- VOR DER SCHNEGELSHECKE
- 18. Jahrhundert: Vor der Schnegels Heck [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Laufenselden Nr. 2a., fol. 355' - 1787: vor der Schnegels Heck
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 3011, Nr. 3685 1/R.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hecke
Zu ahd. hegga ‚Wall, Schanze‘, mhd. hecke, hegge, heck st. sw. F. ‚Hecke‘; bedeutet in den westmitteldt. Dialekten nicht nur ‚lebender Zaun‘, sondern auch ‚Gebüsch, Gestrüpp; Buschwald‘. Die FlN beziehen sich in erster Linie auf künstlich gezogene, lebende Umzäunungen, die zur Eingrenzung von Flurstücken oder, in älterer Zeit, zur klein - wie großräumigen Befestigung dienten: Dörfer und Gehöfte waren oft von Hainbuchenzäunen umgeben, Landwehren aus undurchdringlichen Heckenstreifen, sog. Gebücken (s.d.), gebildet. Daneben verweisen viele Namen aber auch auf einzeln stehendes Strauchwerk und Dorngestrüpp in der Feldflur, vor allem aber auch forstlich genutzte Waldstücke mit Busch- oder Niederwald. Bei den älteren Namen ist eine sichere Unterscheidung zwischen Hecke und dem verwandten Hege nicht immer möglich.
Schnegel
Die Benennung erfolgte, soweit erkennbar, nach dem Vorkommen von Schnecken, ahd. sneggo, sleggo, mhd. snegel; snecke, snegge sw. M. In Mittelhessen ist Schnegel die übliche Bezeichnung für das Tier. Wegen des Flexions-/s/ ist ein aus der Tierbezeichnung entstandener FamN Schnegel nicht auszuschließen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hecke
Zu ahd. hegga ‚Wall, Schanze‘, mhd. hecke, hegge, heck st. sw. F. ‚Hecke‘, bedeutet in den westmitteldt. Dialekten nicht nur ‚lebender Zaun‘, sondern auch ‚Gebüsch, Gestrüpp; niederer Buschwald‘. Die FlN beziehen sich in erster Linie auf künstlich gezogene, lebende Umzäunungen, die zur Eingrenzung von Flurstücken oder, in älterer Zeit, zur klein- wie großräumigen Befestigung dienten: Dörfer und Gehöfte waren oft von Hainbuchenzäunen umgeben, Landwehren aus undurchdringlichen Heckenstreifen, sog. Gebücken (s. d.) gebildet (vgl. z. B. Eberstadt). Daneben verweisen viele Namen aber auch auf einzeln stehendes Strauchwerk und Dorngestrüpp in der Feldflur, vor allem aber auf forstlich genutzte Waldstücke mit Busch- oder Niederwald. Bei den älteren Namen ist eine sichere Unterscheidung zwischen Hecke und dem verwandten Hege nicht immer möglich (s. Leeheim, Trebur). An Verkleinerungsformen erscheinen sowohl Heckel als auch die Weiterbildung Heckelchen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schnegel-Hecke: fur der schnels heck (Laufenselden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/484400_fur-der-schnels-heck> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/484400