Igel-Pfad: Lincks dem Jgelspfadt
Beleg
Standard-Flurname
Igel-Pfad
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
18. Jahrhundert
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Laufenselden Nr. 2a.
Weitere Belege
- AM IGELSPFAD
- 1554: am Igelspfadt [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 303, Akten Nr. 370. - 1787: Rechterhand dem Igels Pfad
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 3011, Nr. 3685 1/R.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Igel
Teils zum altdt. PN Igel oder zum FamN Igel, teils zu ahd. egala, mhd. egele sw. F. ‚Blutegel‘, sonst zu ahd. igil, mhd.igel st. M. ‚Igel‘. Das Fugen-/s/ spricht für die Ableitung von dem FamN.
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Igel
Teils zum PN Agilo, Egilo, Igel, teils, wie wohl in Nieder-Klingen
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Igel-Pfad: Lincks dem Jgelspfadt (Laufenselden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/484284_lincks-dem-jgelspfadt> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/484284