Wacht-Pfad: Wacht-Pfad [wachpad]

Rezenter Beleg aus Johannisberg  
Gemeinde
Geisenheim
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Wacht-Pfad

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfad

Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.

Wacht

Zu ahd. wahta ‚Wache, Nachtwache‘, mhd. waht st. F. ‚das Wachen; Ort, wo gewacht wird‘, einer Ableitung vom schwachen Verb wachen. In FlN kennzeichnet Wacht im allgemeinen Sinn einen hoch gelegenen Ort zum Ausschauhalten. In Albach hatte man von der Wachtmauer einen Überblick über das Dorf.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfad

Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.

Wacht

Zu ahd. wahta ‚Wache, Nachtwache‘, mhd. waht st. F. ‚das Wachen; Ort, wo gewacht wird‘, einer Ableitung vom schwachen Verb wachen. In FlN kennzeichnet Wacht im allgemeinen Sinn einen hoch gelegenen Ort zum Ausschauhalten. Das Kompositum Wachthaus verweist auf die Lage eines Flurstücks am Haus eines Nachtwächters.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Wacht

Karte 140

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wacht-Pfad: Wacht-Pfad (Johannisberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/481699_wacht-pfad> (aufgerufen am 12.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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