Kandel-Brunne: bey Kemmelbrunnen
Beleg
Standard-Flurname
Kandel-Brunne
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
17. Jahrhundert
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 37, Akten Nr. 25.
Weitere Belege
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kandel
Zu ahd. kanal, kanali ‚Regenrinne, Wasserrinne‘, mhd. kanel, kenel, kandel st. M. ‚Kanal, Röhre, Rinne‘, einer frühen Entlehnung aus lat. canālis. Die FlN beziehen sich meist auf künstliche Abzugsrinnen und Gräben, gelegentlich auch auf Rinnen, die das Wasser selbst in den Boden gegraben hat. Die Mehrzahl der Belege zeigt den jüngeren Gleitlaut /d/ zwischen /n/ und /l/. Der Beleg aus Trebur gibt den älteren Sprachstand wieder; in Erzbach, Gersprenz und Groß-Gumpen haben sich, teils nur rezent, einzelne Kannel-Belege erhalten.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Kandel
Karte 122
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kandel-Brunne: bey Kemmelbrunnen (Johannisberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/481554_bey-kemmelbrunnen> (aufgerufen am 12.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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