Bad-Wald: Der Badwald
Beleg
Standard-Flurname
Bad-Wald
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
um 1780
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 3011, Nr. 36821R.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Bad
Zu ahd.bad., mhd. bat st. N. ‚Bad‘. Die FlN erinnern an angrenzende Badehäuser. Die Badestube in Grünberg ist seit 1446 belegt.
Wald
Zu ahd. wald, mhd. walt st. M. ‚Wald, Wildnis‘. Der Name gilt allgemein für bewaldetes Gelände. Häufig sind Diminutivformen wie Wäldchen, Wäldches, im historischen Bereich auch Wäldgen, sowie Wäldlein. Durch Assimilation von /ld/ > /ll/ erscheinen verzeinzelt auch Formen wie Wellchen, so dass die Abgrenzung der Wald- und Wall-Belege nicht immer eindeutig ist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Bad
Zu ahd. bad, mhd. bat st. N. ‚Bad‘. Die FlN erinnern an angrenzende Badehäuser bzw. Badeplätze.
Wald
Zu ahd. wald, mhd. walt st. M. ‚Wald, Wildnis‘. Der Name gilt allgemein für bewaldetes Gelände. Sogenannte Waldgassen führen, wie in Einhausen, in den Wald hinein. Häufig sind Diminutivformen wie Wäldchen, Wäldches, im historischen Bestand auch Wäldgen, sowie im 17. Jh. zweimal Wäldlein. Durch Assimilation von /ld/ /ll/ erscheinen vereinzelt auch Formen wie Wellchen (Igelsbach), sodass die Abgrenzung der Wald- und Wall-Belege nicht immer eindeutig ist und - wie in Nieder-Ramstadt - auch Besitz derer von Wallbrunn (s. d.) namengebend sein könnte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bad-Wald: Der Badwald (Bärstadt)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/470582_der-badwald> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/470582