Lerche: das lärchen Genandt

Historischer Beleg aus Traisa  
Gemeinde
Mühltal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Lerche

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1798

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Traisa Nr. 1.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Lerche

Meist zu ahd. lêrihha, mhd. lêrche, lerche, lêrke sw. F. ‚Lerche‘, vereinzelt vielleicht zu ahd. lerihha, mhd. larche, lerche F. ‚Lärche‘ (larix decidua). Die FlN verweisen deshalb meist auf Stellen, wo viele Lerchen vorkamen, bzw. wo man ihnen nachstellte.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Lerche

Meist zu ahd. lêrihha, mhd. lêrche, lerche, lêrke sw. F. ‚Lerche‘, gelegentlich vielleicht zu ahd. lerihha, mhd. larche, lerche F. ‚Lärche‘ (Larix decidua). Die FlN verweisen entweder auf Stellen, wo viele Lerchen vorkamen bzw. wo man ihnen nachstellte (so wohl besonders der Name Lerchenfang in Nieder-Beerbach und Pfungstadt), oder sie deuten auf das Vorkommen des Nadelbaums hin. Vereinzelt (Dudenhofen? Wersau?) kann auch der FamN eines Eigentümers zu Grunde liegen. In einigen Namen erscheint der BT zu Lerch- verkürzt, in anderen treten die Nebenformen Lerkel, Lerchel oder Lörchel auf. Die Formen Lercher (Bürstadt) und Lörcher (Pfungstadt) stellen wohl Zersprechungen dar. In Traisa scheint eine Verkleinerungsform von Lar (s. d.) vorzuliegen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lerche: das lärchen Genandt (Traisa)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/460671_das-laerchen-genandt> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/460671