Ober-Modau: Zu obern moda
Beleg
Standard-Flurname
Ober-Modau
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1549
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Nieder-Modau Nr. 1.
Weitere Belege
- 1702: in Ober Modauer gemark:
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 44
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ober
Zu ahd. obor, obero ‚der obere, höher‘, mhd.ober ‚ober‘. Ober kennzeichnet im Gegensatz zu unter und nieder (s.d.) die erhöhte Lage von Flurstücken, Wegen und Einrichtungen. Daneben häufig als Feld-Bezeichnung auf der Grundlage der Dreifelderwirtschaft (gegen Nieder-, Unterfeld).; in Verbindung mit -dorf Teil des Ortes, soweit nicht zur selbstständigen Siedlung Oberdorf / Oberndorf (s.d.) geworden.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Modau
Meist zum vordt. GewN Modau, rechter Nebenfluss des Rheins. Der Beleg aus Groß-Umstadt führt dagegen auf einen entsprechenden Namen für ein anderes Gewässer zurück. Der Name gehört zu einem alten Gewässerwort, das in mhd. mot st. N. ‚Moder, Schlamm, Morast, Sumpf‘ erhalten ist.
Ober
Zu ahd. oboro, obero ‚der obere, höher‘, mhd. ober ‚ober‘. Ober kennzeichnet im Gegensatz zu unter und nieder die erhöhte Lage von Flurstücken, Wegen und Einrichtungen. Daneben häufig als Feld-Bezeichnung auf der Grundlage der Zwei- oder Dreifelderwirtschaft (gegen Nieder-, Unterfeld, s. d.). Der Beleg aus Schönberg kann auch zu mhd. âber ‚trocken und warm‘, fnhd. aper ‚schneefrei‘ gehören, doch dürfte in Anbetracht des FlN Unterberg in derselben Gemarkung eher von einer hyperkorrekten Schreibung für ober auszugehen sein (vgl. Bürstadt, Schaafheim).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ober-Modau: Zu obern moda (Ober-Modau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/450197_zu-obern-moda> (aufgerufen am 06.11.2026)
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