Haar-Brunne: beym Haarbrunnen
Beleg
Standard-Flurname
Haar-Brunne
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1664
Quelle
Au (1942): Pfarrachiv Nieder-Modau, Kirchenrechnungen.
Weitere Belege
- Haar-Brunne
- 1689: beim Haarbrunnen
Au (1942): Gemeindearchiv Ober-Modau., S. 101
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Haar
Der FlN Haarschnur geht auf ahd. hârsnuor, hârsnôr, mhd. hârsnuor st. F. ‚Schnur oder Band zum Aufbinden und Auseinanderhalten des Haupthaares der Frauen‘ zurück. Benennungsmotiv sind sehr lange und sehr schmale Grundstücke.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Haar
Zu ahd. hâro, hâr, mhd. hâr st. N., nhd. Haar ‚Flachs‘ (Linum usitatissimum). Namengebend waren Anbauflächen von Flachs und Stellen, an denen der Flachs mittels Wasser- oder Tauröste weiterbearbeitet wurde. Gelegentlich können auch hyperkorrekte Schreibungen oder Umdeutungen von Hor ‚feuchte, sumpfige Stelle‘ (s. d.) vorliegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Haar-Brunne: beym Haarbrunnen (Ober-Modau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/450010_beym-haarbrunnen> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/450010